Aus aktuellem Anlass verschieben wir die Buchvorstellung mit J. Fülberth auf den 5. Juli 2011 um 19:30!
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Heute (28.06.2011) findet um 19:00 Uhr ab Heinrichplatz eine Demonstration gegen die Nazi-Übergriffe statt. Infos hier.
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Am Montag, den 30. Mai wurde am Nachmittag das Haus der GSW in der Schlesischen Str. 25 besetzt. Hintergrund ist der Leerstand des Hauses und die Wohnungsnot. Es gibt keine preiswerten Wohnungen mehr in Berlin und gleichzeitig entmietet die GSW die Häuser, um sie teuer verkaufen zu können. Die GSW ist vor kurzem an die Börse gegangen und am vormittag wurde der neue Mietspiegel veröffentlicht. Hier hohe Gewinne für potentielle Anleger dort Mieterhöhungen, die kaum einer zahlen kann. Das stinkt! Und so wurde am Nachmittag nicht nur das Haus besetzt, sondern auch das Büro von Franz Schulz, dem grünen Bürgermeister von Kreuzberg-Friedrichshain. Die Schlesische Straße 25 war ehemals Bezirkseigentum und wurde der GSW geschenkt. Mieter holten sich nun das Haus zurück. Der Bürgermeister telefonierte dann auch mit der GSW. Die fühlte sich zunächst nicht mehr zuständig, weil bereits ein Käufer die Kaufsumme überwiesen hatte, aber noch nicht im Grundbuch steht. Ein Anruf von Franz Schulz bei Körting zeigte jedoch, dass die Berliner Linie (in Berlin ist kein Haus länger als 24 Stunden besetzt) durchgesetzt werden soll. Danach war die GSW nicht mehr zu erreichen, aber später vor Ort. Obwohl der Herr Hechter von der GSW den Strafantrag zurücknahm, drängte ihn der Einsatzleiter zur Rücknahme der Rücknahme. Und so war jeder aus einem anderen Grund gekommen, die einen, um zu bleiben. Die anderen, um zu prügeln. Nachdem die Straße komplett gesperrt war, um „eine polizeiliche Maßnahme“ durchzuführen, konnten zufällige Passanten mit ansehen, wie völlig grundlos auf Leute eingedroschen wurde. Der Staat schützt das Eigentum, 27 Festnahmen, zahlreiche Verletzungen und das Haus als Geldquelle freigeprügelt. Die Stimmung war trotzdem gut und kämpferisch, danach gab es eine Demo durch den Kiez.
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